Fanprojekt Halle

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  • „Rot-Weiße Sicherungskräfte“ für die Baustelle KWS gesucht

    Die Firma Papenburg sucht für die Sicherung der Baustelle Ersatzneubau Kurt-Wabbel-Stadion verlässliche Mitarbeiter. In Abstimmung mit dem Streetwork Fanprojekt möchte der Bauträger bevorzugt HFC Fans die Möglichkeit geben, sich für diese Tätigkeit zu bewerben.

    Interessenten können sich beim Fanprojekt Mitarbeiter Uwe Striesenow (Krümel) per Telefon unter 0174/6139339 oder per Mail unter www.uwe.striesenow@halle.de melden um weitere Infos zu erhalten.

  • Fanprojekte fordern verpflichtendes Anhörungsrecht bei Stadionverboten

    Vom 09. bis zum 11. November fand in Rostock, organisiert von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte (BAG) in Kooperation mit dem Fanprojekt Rostock, die 17. Jahrestagung der sozialpädagogischen Fanprojekte statt. Anwesend waren MitarbeiterInnen aller 46 in der BAG zusammengeschlossenen Fanprojekte.
    Am Eröffnungstag wurde durch die Mitglieder der BAG ein aktualisiertes Grundsatz- und Strukturpapier beschlossen sowie Thomas Beckmann (Fanprojekt Mainz) und Matthias Stein (Fanprojekt Jena) als neue Sprecher der BAG gewählt. Die Mitglieder dankten den bisherigen Sprechern Ralf Busch (Fanprojekt Berlin) und Ralf Zänger (Fanprojekt Bochum) für ihre langjährige erfolgreiche Tätigkeit.
    Im öffentlichen Teil der Fachtagung unter dem Titel: „Stadionverbote – Sinn, Nutzen, Wirksamkeit?“ wurde in einem Impulsreferat von Prof. Dr. Klesczewski von der Universität Leipzig kritisch die rechtliche Zulässigkeit von bundesweiten Stadionverboten beleuchtet. Im Rahmen der anschließenden Podiumsdiskussion setzten sich neben diesem, Helmut Spahn (DFB), Florian Gattwinkel (VfL Wolfsburg), Axel Pannicke (Fanprojekt Berlin) sowie ein betroffener Hansa - Fan  nochmals vertiefend mit der Problematik auseinander. „Es ist uns ein besonderes Anliegen, die Fußballverbände und -vereine zu einer verstärkten Umsetzung von integrativen Maßnahmen anstelle von Ausgrenzung durch die Vergabe von Stadionverboten zu bewegen“ sagt BAG-Sprecher Thomas Beckmann.


    Darüber hinaus wurde durch die BAG folgender Katalog erarbeitet, der u.a. folgende Forderungen enthält:

    • stärkere Wahrnehmung der sozialen Verantwortung der Vereine für ihre Fans
    • Gewährleistung eines verpflichtenden Anhörungsrechtes vor Aussprache eines Stadionverbotes
    • transparente, einzelfallbezogene Entscheidungen
    icon Pressemittleilung BAG 11.11.2010
  • DFB Sicherheitschef zu Gast im Fanhaus

    Auf Einladung des HFC-Fanszene e.V. weilte am Dienstagnachmittag Helmut Spahn, oberster Sicherheitschef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zu einer längeren Diskussionsrunde in den Räumlichkeiten des Fanprojektes in unmittelbarer Nähe der Großbaustelle Kurt-Wabbel-Stadion.

    In einem knapp 90 minütigen Gespräch diskutierte Spahn offen mit den anwesenden Vertretern vom HFC-Fanszene e.V., sowie des Streetwork Fanprojektes Halle. Themen waren unter anderem das DFB Urteils wegen dem Böllerwurfes beim Unionspiel, das fast ausschließlich positive Verhalten der HFC Fans bei beiden DFB Pokalspielen in Leipzig, das Verfahren bei der Aussprache von Stadionverboten, Regelarien des DFB bei Stadionneubauten, aber auch Ansatzweise eine Auflockerung der Denkweise des DFB im Umgang mit Pyrotechnik in deutschen Fußballstadien.

    Anschließend stießen HFC-Vereinspräsident Michael Schädlich, sein Stadionverbotsbeauftragter Strafrichter André Stelzner, HFC-Sicherheitschef René Siebert, Halles Polizei-Einsatzleiter für Fußballspiele Andrej Haufe und Vertreter der Stadtverwaltung der Runde hinzu. Spahn sah an diesem Nachmittag Zeichen, dass der HFC und seine Fans, die beim DFB wegen wiederholter Ausschreitungen einen üblen Ruf haben, es ernst meinen im Kampf gegen die Chaoten in den eigenen Reihen, wollen nicht in die Schublade der Unverbesserlichen abgeschoben werden. Halles Polizei-Einsatzleiter Haufe konnte im Nachgang von zwei fast störungsfreien DFB Pokalspielen des HFC in Leipzig berichten, als einziger Wermutstropfen verbleibt die Tatsache, dass der Böllerwerfer nicht ermittelt werden konnte.

    Die derzeitige Praxis in der Vergabe von Stadionverboten beim HFC ist vom DFB als vollkommen legitim angesehen wurden. Von HFC Vereinsseite und vom Stadionverbotsbeauftragten wurde ein vorgeschlagenes Anhörungsgremium abgelehnt, jedoch versicherte Schädlich die Bereitschaft in Einzelfällen die Gesprächsbereitschaft mit einem zuverlässigen Partner aus den Reihen der Fanszene bzw. des Fanprojektes vor der Aussprachen von Verboten zu kommunizieren.

    Der DFB Sicherheitschef, der den HFC seit 2006 intensiv beobachtet, sagt in diesem Zusammenhang klar, woran es mangelt. "Wir sind auf die Hilfe der Fans angewiesen. Aber dazu brauchen wir innovative Lösungen. Von einem Prozess der Selbstreinigung zu reden, ist nur die eine Seite. Den Böllerwerfer tatsächlich zu schnappen und ihn seiner gerechten Strafe zuzuführen, wäre die andere gewesen." Aber dass ausgerechnet eine Person mit verhängtem Stadionverbot zu der Runde gehörte, wertete Spahn als positiv.

    Weiteres Thema war die Vorbereitung des RL Derbys des HFC gegen den 1.FC M am 24.11.2010 in Leipzig. Hier wurden von Fanseiten einige Zweifel an den bestehenden Konzepten aus den beiden Pokalspielen in und um die Red Bull Arena in Leipzig vorgetragen. Der HFC-Fanszene e.V. versucht den Club in der Vorbereitung des Derbys bestmöglich zu unterstützen, dies könnte zum Beispiel in dem Verzicht einer Zuganreise, einem gemeinsamen Autokorso oder ähnlichen Aktionen enden. Hier werden aber erst einmal die Ergebnisse des ersten Vorbereitungstreffens mit Polizei und Vereinen in dieser Woche abgewartet.

    Dass der Fanszene e. V. die Initiative übernommen hat, in Vorbereitung des Landesderbys alle für die Sicherheit Zuständigen an einen Tisch zu holen, ist bemerkenswert. Das findet auch HFC-Präsident Michael Schädlich. "Die Initiative der Fanszene, den obersten Sicherheitschef des deutschen Fußballs zum Gespräch einzuladen, war eine Klasse-Idee. Durch die große Runde mit allen für die Sicherheit Verantwortlichen schafft man zudem Vertrauen zwischen den handelnden Personen", sagt er.

    Abschließend stand Herr Rau, der Planungsarchitekt im Auftrag der Stadt Halle, den anwesenden Fanvertretern bezüglich Anfragen zum Ersatzneubau Kurt-Wabbel-Stadion Rede und Antwort. Er versicherte, dass bereits eine Vielzahl von Vorschlägen aus den HFC-Fanreihen in den Stadionneubau eingeflossen ist und auch die rege Diskussion im Internetforum der HFC Fans durch die Stadionplaner aktiv wahrgenommen wird.