Fanprojekt Halle

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  • Länderspiel Deutschland - Argentinien

    Sollte das Punktspiel zwischen dem Goslar SC 08 und dem HFC am Mittwoch (3.3.2010) witterungsbedingt nicht stattfinden, lädt das Fanprojekt alle Fans ab 20.15 zur Länderspiel-Live-Übertragung Deutschland - Argentinien auf Großleinwand ins Fanhaus ein.

    ++++Speisen und Getränke gibt es wie immer zu fanfreundlichen Preisen ++++

  • Die Ultras und ihr Feindbild, die Polizei

    Bei einer Konferenz in Wien wird über ein besseres Verhältnis diskutiert. Eine Studie hält Verbote für wenig sinnvoll.

    Feindbild Polizei. So unterschiedlich die als "Ultras" bekannten Fußballfans in Europa sind, eines ist ihnen fast flächendeckend gemein: Das Verhalten der Polizei wird meist als unverhältnismäßig, überzogen, ja willkürlich angesehen. Und selbst friedfertige Fans oder sonst verfeindete Gruppen reagieren plötzlich solidarisch auf Polizeieingriffe.

     

    Das ist eine der Erkenntnisse von Sportwissenschaftler Gunter Pilz von der Uni Hannover in seiner vom Europarat beauftragten Studie über die Entwicklungen der Ultra-Szene in Europa. Die Studie dient als Basis für eine zurzeit in Wien stattfindenden internationale Konferenz (veranstaltet von Europarat und Innenministerium) zum Thema. Erstmals treffen dabei Vertreter von Exekutive, der Fußballverbände, aus der Wissenschaft sowie rund zehn Ultras aufeinander. In Workshops wird dabei über Möglichkeiten der besseren Kooperation von Ultras, Polizei und Veranstalter diskutiert.

    Nachfolgend könnt ihr ein interessantes Interview und die Studie nachlesen:

    Lebensphilosophie

    "Es gibt keine europäische Ultraszene", erklärt Uniprofessor Pilz. "Vielmehr gibt es viele unterschiedliche, mehr oder weniger gut organisierte Gruppen." Selbst einzelne Gruppen sind nicht homogen.

     

    Ultras sind keine Hooligans, auch wenn es in manchen Ländern Vermischungen gibt. Als kleinster gemeinsamer Nenner könnte, so Pilz, gelten: Ultras sind besonders leidenschaftliche, emotionale, engagierte Fans, deren Hauptaufgabe es ist, in den Stadien für eine bessere Stimmung zu sorgen. Ultra ist man nicht nur am Wochenende, für viele ist es eine Art Lebensphilosophie. Und oft ist man selbst dem eigenen Verein gegenüber kritisch eingestellt - Ultras sehen sich als "Fan-Elite" und kämpfen generell gegen die Auswüchse des modernen Fußballs.Per se sind Ultras nicht auf Gewalt ausgerichtet, was aber "nicht heißt, dass die Szene gewaltfrei ist." Durch die vermehrt eingesetzten ordnungspolitischen Maßnahmen scheinen Teile der Szene "von der Fan- hin zu einer jugendlichen Gewalt-Event-Kultur" zu treiben. Was aber auch zum Effekt führt, dass viele Ultras deutliche Positionen gegen Gewalt einnehmen und sogar Gesprächsbereitschaft mit der Polizei signalisieren.

    Hier gelte es, anzusetzen. Die Ultras müssten zum einen selbst mehr Verantwortung übernehmen, um problematische Entwicklungen zu stoppen (Selbstregulierung). Dafür müsste ihnen für bestimmte Bereiche mehr Freiraum gegeben werden - etwa für die Pyrotechnik. Diese ist für die Szene kein Mittel zur Gewaltäußerung, sondern ein ganz wichtiges Stilelement. Die vielerorts, wie nun auch in Österreich, geltenden strengen Verbote, dass etwa im Stadion keine bengalischen Feuer angezündet werden dürfen, seien da wenig zielführend: "Viele Ultras sind dagegen, würden aber ein kontrolliertes Abbrennen akzeptieren."

    Artikel vom 17.02.2010 17:09 | KURIER | Johannes Wolf

  • Einladung zum1. Anti-Gewalt Cup in Magdeburg

    Auf der Sitzung des Innenausschusses am 14.01.2010 „Gewalt bei Fußballspielen  in Sachsen-Anhalt“ wurde einmal mehr deutlich, dass mangelnde Kommunikation eine der Ursachen für die Eskalation der Gewalt im Zusammenhang mit Fußballspielen darstellt.

    Als einen wichtigen Schritt zum Abbau der, zumindest latent vorhandenen Feindbilder und diverser Vorurteile, lädt die Landesbereitschaftspolizei und die Gewerkschaft der Polizei zu einem gemeinsamen Fußballturnier unter der Schirmherrschaft des Innenministers des Landes Sachsen-Anhalt ein.

    Unter dem Motto „Miteinander statt Gegeneinander“ findet am 18.02.2010 ab 18:00 Uhr in der Sporthalle der BBS Dr. Otto Schlein, Alt Westerhüsen 51-52 in Magdeburg  der 1. Anti-Gewalt Cup, in Form eines Hallenfußballturniers statt.

    An dieser Veranstaltung werden Vertreter des Halleschen Fußballclubs, des HFC-Fanszene e.V. und Mitarbeiter des Fanprojektes teilnehmen.

    Es können gern weitere HFC-Fans beim Turnier mitwirken! Interessenten melden sich bitte beim Fanprojekt.

  • KopfstossFM33 - Fußball ohne Gewalt und Gummigeschosse gegen Fans

    Wenn in Halle an der Saale Verwaltungsbeamte den HFC-Schal umbinden und einen Verein gegen Gewalt gründen oder wenn die Polizei selbst verwundert Forderungen aus Landesregierung und Landtag in Magdeburg zurückweist, mit Gummigeschossen gegen Fußballfans aufgerüstet zu werden, sind das Themen, bei denen Kopfstoss.FM nachhakt. Dazu gibt es noch eine wundervolle Hörprobe Fussballkultur und die Gewissheit, dass auch im Fussball alles anders werden muss.
     
     
    Quelle:http://www.kopfstoss.fm/ in der Rubrik Sendungen