Fanprojekt Halle

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  • HFC gewinnt zum 5. mal den Landespokal

    Unser HFC hat im vierten Pokalfinale in Folge, zum dritten mal den Pokal gewonnen und den Titel gegen den FC Grün-Weiss Piesteritz aus dem Vorjahr verteidigt. Vor 4000 Zuschauern schossen Selim Aydemir und Marco Hartmann den Favoriten aus der Saalestadt verdient in die 1. Hauptrunde des DFB Pokals.
     
    In einem spannenden Pokalfight, in dem sich der Verbandsligist nicht versteckte und den HFC auch das eine oder andere mal in Bedrängnis brachte, siegte die Truppe um Sven Köhler letztendlich aber souverän. Die ca. 3000 rot- weissen Anhänger feierten ihre Mannschaft nach dem Abpfiff ausgelassen und fiebern nun der DFB Pokal-Auslosung entgegen.
    Mehr Bilder gibt's hier....
  • HFC Fans in Polen

    HFC Fans in Polen - Fanprojekt organisierte vom 9.-12.5.2011 eine Bildungsfahrt nach Krakau und Auschwitz -  vor Ort erwartete die Reisegruppe ein umfangreiches Programm

    Nach der Ankunft und dem Check in im zentrumsnahen Hotel Matejko, besuchten die mitgereisten HFC Ultras mit den Fanprojektmitarbeitern am Nachmittag den historischen Stadtkern Krakaus. Beeindruckt von der durch Prunk und Pracht vergangener Epochen geprägten Altstadt, verbrachte die Gruppe den Abend im Zentrum dieser pulsierenden Metropole.

    Mit einem deutschsprachigen Reiseleiter besichtigte man am folgenden Tag das Konzentrationslager in Auschwitz und das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau.

    Auf der Hin- und Rückfahrt gab es darüber hinaus viele Informationen über historische Bauten an der Wegstrecke und die Geschichte Polens.

    Die vierstündige Führung durch die Gedenkstätte vermittelte in erschütternder Art und Weise die systematische Vernichtung menschlichen Lebens – dafür was „Menschen“ Menschen angetan haben.

    Am dritten Tag folgte eine Stadtführung mit der Besichtigung zahlreicher Denkmäler, Kirchen und historischer Bauten sowie des ehemaligen jüdischen Viertels Krakaus.

    Der anschließende Besuch in Oskar Schindlers einstiger Emaillewarenfabrik bildete den Abschluss eines umfangreichen Einblicks in die Historie und Entwicklung Polens, sowie eines ergreifenden Rückblicks in das düsterste Kapitel deutscher Geschichte. Die Fabrik wurde zu einem Museum umgebaut und zeigt seit September 2009 eine Dauerausstellung über Krakau und die Verfolgung der Juden während der NS- Besatzung.

     

    Am Abend ging es ins neue Stadion von Wisla Krakau. Der kommende polnische Meister spielte gegen den Tabellen fünften Lech Posen und gewann das Spiel mit 1:0.

    Am Donnerstag fuhr die Gruppe mit unvergesslichen Eindrücken und vielfältigen Informationen zurück nach Halle.

     

    Weitere Bilder der Fahrt könnt ihr euch hier anschauen... [Klick]

  • Fußball-Gewalt auf Höhepunkt

    Zehn Punkte und ein festgefahrener Dialog - Die Gewalt hat angeblich einen neuen Höhepunkt erreicht. Der deutsche Profifußball traut dem Jahresbericht mit erschreckenden Zahlen aber nicht so recht. Probleme gibt es nicht nur mit den Ultras. - Von Michael Horeni, Berlin

    Vor einem Jahr haben der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball Liga (DFL) einen Zehnpunkteplan vorgelegt, um die Gewalt im Profifußball einzudämmen. In diesem Monat aber hat es der Fußball schriftlich bekommen, dass die Gewalt einen neuen Höhepunkt erreicht hat. Das geht aus dem Jahresbericht 2009/2010 der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) hervor, die bundesweit Fußball-Gewalttäter beobachtet und registriert.

    Zu neuen Höchstständen ist es in der Vorsaison bei der Zahl der eingeleiteten Strafverfahren (6043) gekommen, den Verletzten (784, davon 219 Polizeibeamte) - dem Höchststand seit zwölf Jahren - und den Arbeitsstunden der Polizei (1,76 Millionen). Die gewalttätigen Ausschreitungen bewegen sich demnach seit der Spielzeit 1998/99 auf einem saisonal schwankenden, jedoch zunehmend höheren Niveau. Die eingeleiteten Strafverfahren liegen fast fünfzig Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen zwölf Jahre. „Eine Trendwende, die einen Rückgang des gewaltbereiten Potentials in den Anhängerschaften der Vereine der Bundes- bis Regionalligen indizieren würde, ist weiterhin nicht erkennbar“, heißt es im Ausblick des Jahresberichts 2009/2010.

  • Polizeieinsätze statt Fanarbeit

    Mit DFB-Unterstützung sollen Fanprojekte Gewalt in den Stadien verhindern. Doch es fehlt an Personal und Geld. Die Millionen fließen woanders hin.

    Nun also Münster. Die Anhänger des SC Preußen, der die Regionalliga West anführt, erhalten ein sozialpädagogisches Fanprojekt, es ist das 49. in Deutschland. Warum Münster?

    Diese Frage hört Michael Gabriel oft, schließlich gilt die Szene nicht als gewaltsuchend oder rechtsextrem. "Das ist der falsche Ansatz", antwortet Gabriel. Seit 1996 ist er für die Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) in Frankfurt tätig, die zu zwei Dritteln durch das Bundesfamilienministerium und zu einem Drittel durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) finanziert wird, seit 2006 leitet er sie. "Fanprojekte sollen Fanszenen nicht in erster Linie befrieden", sagt Gabriel. "Wir leisten keine Arbeit für die Fußballvereine, sondern für die Jugendlichen, die sich zum Fußball hingezogen fühlen. Wir begleiten sie in die bürgerliche Gesellschaft."

     

  • Bengalos: Schlechtes Licht für die Statistik

    Fanprojekte wehren sich gegen Zahlen zur angeblichen Zunahme der Fan-Gewalt

    Ist das Abbrennen von bengalischen Feuern Gewalt? Wenn ja, dann gibt es tatsächlich einen Anstieg der Gewalttäter in der Fan-Szene, wie es neue Zahlen nahe legen. Die Fans und ihre Projekte wehren sich gegen diese Art der Kriminalisierung - gewaltfrei.

    Der spektakulärste Fall von Zuschauer-Ausschreitung während eines Fußballspiels der letzten Wochen ereignete sich am Hamburger Millerntor. Beim Spiel des FC St. Pauli gegen Schalke 04 wurde von der Haupttribüne ein voller Bierbecher auf den Linienrichter geworfen, das Spiel musste abgebrochen werden.