Fanprojekt Halle

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  • Buchlesung und Diskussion mit Christoph Ruf – 18. Dezember 2013 ab 18.00 Uhr im Fanhaus

    Kurven-Rebellen: Die Ultras – Einblicke in eine widersprüchliche Szene

    131211 01Ultras sorgen in den Fußballstadien mit großen Choreografien für Aufmerksamkeit. Aber sie gelten auch als notorische Störenfriede, als gewaltbereit, dialogunfähig, zuweilen rechtsextrem. So stellen es zumindest viele Politiker und Medien dar. Aber treffen diese Etiketten zu? Christoph Ruf geht in seinem neuen Buch „Kurven-Rebellen"
solchen Vorurteilen nach und kommt zu manchmal überraschenden Ergebnissen.

    Quelle: 

    http://www.neues-deutschland.de/artikel/915424.ein-dank-an-die-ultras.html

  • Selbstregulationskompetenz von Fußballfans

    Gesprächsrunde mit HFC Fans, Fanprojekt und Vertreter des Fachbereiches Soziale Arbeit der Uni Kassel

    Zeit: 5.12.2013 ab 18.00 Uhr

    Ort: Fanhaus Kantstraße 5

    Ziel: Fußballfans leisten einen bedeutenden Beitrag für ein konstruktives Miteinander, vor dem Spiel, während des Spiels und danach. Diesen Beitrag sichtbar zu machen, hat sich das Projekt zum Ziel gesetzt. Denn die beste Konfliktprävention im Fußball ist die der sich selbst regulierenden Fußballfans.

    In gemeinsamen Diskussionen mit Fans sollen Kompetenzen identifiziert werden, die dazu beitragen, in kritischen Situationen auf Reisewegen und im Stadion für Deeskalation zu sorgen. Die so gewonnenen Erkenntnisse stellen die Grundlage für ein Training dar, das anschließend den Fans zur Verfügung gestellt wird.

    Mentalisierung stellt ein nützliches Konzept für einen sozial kompetenten Umgang mit Konflikten dar. Die Fähigkeit, 'sich selbst von außen und Andere von innen' zu sehen, ermöglicht das Verständnis sowie die Vorhersage fremden und eigenen Verhaltens. Für das Handeln in sozialen Zusammenhängen bietet sich somit die Chance, eigene Wertvorstellungen mit den in der Gruppe vorherrschenden Normen zu vergleichen und eine bewusste Entscheidung zu treffen, ob man das von der Gruppe 'gewünschte' Verhalten zeigt bzw. unterstützt.

    Gleichzeitig stellt diese Fähigkeit eine Art 'Rückhalt' dar, der verhindert, dass der betreffende in den Sog gruppendynamischer Entwicklungen gerät, wie sie in eskalierende Situationen stattfinden. Um in einer Gruppe Impulse für eine Verhaltensänderung geben zu können, müssen alternative Konzepte verfügbar sein. Im Sinne eines konfliktreduzierenden Verhaltens bedeutet das, Modelle für Handlungsalternativen anbieten zu können, die eine deeskalierende bzw. präventive Wirkung haben.

    Das Konzept der Mentalisierung dient als eine Option, die in den Gruppendiskussionen identifizierten Kompetenzen einzuordnen. Das abschließend zu entwickelnde Training soll mit Fußballfans durchgeführt und evaluiert werden.

    Interessenten können sich bei Steffen Kluge (Leiter Fanprojekt Halle) per Mail unter fanprojekt-halle@gmx.de oder Telefon 0176/64204906 anmelden!

    Verbundprojekt der Universitäten Bielefeld (Projektleitung Prof. Andreas Zick), Fachhochschule Potsdam (Projektleitung Andreas Klose) und Universität Kasselden